Blogparade: Unsere „25 total guten Gründe für einen Trotzanfall“

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Diese Woche las ich einen klasse Artikel von der lieben Susanne vom Blog halloliebewolke. Wir hatten hier einige etwas müde und leicht durchzickte Tage und der Beitrag mit dem wundervollen Namen „25 total gute Gründe für einen Trotzanfall“ kam sowas von zur rechten Zeit, um mich zum Schmunzeln zu bringen und mir mal wieder ein wenig die Augen zu öffnen, unseren Alltag wieder mit ein wenig mehr Humor zu sehen…

Und da Susanne´s Tochter nicht das einzige Kind ist, das unter uns leicht grenzdebilen und unfähigen Eltern leidet und ihrem Frust darüber ab und an Luft verschafft, enstand eine Blogparty, zu der ich, von Susanne eingeladen, auch ich gerne meinen Senf gebe und mal so ganz offen zeige, welche Fehler mir auch nach 3,5 kindererfahrenen Jahren im Alltag immer noch unterlaufen…:

Nun ist es so, als hochsensible Mutter eines hochsensiblen Kindes, mit dem ich nicht selten 24Stunden am Tag verbringe, da bin ich leicht im Vorteil einige Situationen vorauszuahnen. Unser Bärenpapa, der sich nicht um alle Dinge stundenlang einen Kopf macht (und selbst auch keine schlaflosen Nächte schiebt über das miese Gefühl wenn die Socke falsch sitzt) hat es manchmal schon schwerer. Bei manchen Dingen bekomme ich schon zwei Zimmer weiter Gänsehaut, wenn der Mann in den Trotzanfall schlittert, weil er zum Beispiel nicht wie ich das komplette Kleidungsensemble mit raus nimmt, um es dem Juniobären nach Bedarf anzuziehen… Allerdings gibt es auch die wirklich, wirklich guten Gründe, Dinge, die selbst ein Hellseher nach jahrelanger Ausbildung nicht vorausahnen könnte, deren Behebung höhere Kenntnisse im Aushebeln physikalischer Gesetzgebung bedarf und bei denen ich selbst dann endlich zum ersten Mal die blöden Atemübungen aus dem Geburtsvorbereitungskurs nutzen kann (achso, dafür waren die also gut …)  um GANZ. RUHIG. ZU. BLEIBEN. :-O

1. Die falsche Zahnpasta auf der falschen Zahnbürste… oder andersrum… (Ich weiß es nicht mehr, ich weiß nur am Ende gab es eine neue Zahnbürste mit blauer Zahnpasta oben, die mit Erdbeergeschmack unten und da drauf Punkte aus der glitzernden…) .
2. Die gewünschte Hose (ein wirklich groß ausfallender Flohmarktfund) ist 3Nummern zu groß und ich weigerte mich, sie mittels Gürtelkonstruktion und Knotentechnik am Kind zu verankern.
3. Die falschen Schuhe werden mitgenommen, um sie draußen anzuziehen,

4. die Monstergummistiefel sind patschnass und stehen zum Trocknen auf der Heizung.

5. Die Jacke (von seinem Bruder) ist zu klein,

6. der kleine Bruder bekommt die Bärenmütze,

7. der kleine Bruder kneift ihn beim Versuch die Bärenmütze wegzunehmen.

8. Das Licht von seinem Fahrrad liegt oben in seiner Höhle und die Batterie vom Fahrradlicht ist leer (weil es die ganze Nacht in der Höhle leuchtete…?)

9. Die Socken werden nass, denn die blöde Mama braucht sooo lange um nach dem Radlicht zu suchen und hat vorher nicht die Schuhe angezogen und echt ey, so lange kann man ja nun unmöglich dann im Hausflur sitzen bleiben, wenn doch draußen Stöcke liegen!  

10. Das Rad ist umgekippt beim Losfahren…

11. Der Eisladen hat im Winter zu.

12. Es ist zu kalt draußen!!!

13. Ich will nach dem kalten Aufenthalt draußen den versprochenen warmen Kakao machen (nach einer Stunde Schreien – im Hausflur – stellte sich heraus, es sollte ein gekaufter Kakao vom Bioladen sein…).
14. Ich ziehe ihm die Jacke aus, ich ziehe (wieder) die nassen Socken aus, die richtigen Socken mit dem dasda drauf sind aber auch nass. Dabei hat er die doch morgens schon rausgesucht und er wollte die doch vorhin schon anziehen und hätte ich die mal nicht im Flur ausgezogen sondern angelassen wären sie jetzt bestimmt schon trocken!  
15. Die neue Strumpfhose rutscht.
16. Ich mache auf den Kakao (ja, es darf dann doch einer sein) aus lauter Übermut Sahne und Streusel,
17. ich mach die Sahne und die Streusel wieder runter,
18. ich mache einen neuen Kakao in der falschen Tasse, 
19. Er nimmt den richtigen Kakao in der richtigen Tasse mit der richtigen Temperatur und ohne Streuselgedöhns, trägt ihn ins Wohnzimmer und stolpert… der Kakao ist verschüttet! 
20. Der Legoturm hält nicht, wenn man unten nur einen Stein will ab 05m Höhe dann aber eine lange Reihe zur Seite…
21. Mir fällt keine Lösung für das Lego-Problem ein. 
22. Der kleine Bruder betritt das Zimmer, benutzt seine Lieblingssachen (das ist in dem Fall alles), fasst etwas an oder schaut etwas an (der will das sicher gleich anfassen oder benutzen!!).
23. Er will Knäckebrot aus der neuen Packung und natürlich nicht aus der stinkenden alten, die schon seit mindestens heute morgen auf ist!!! 
24. Das Knäckebrot geht beim Schmieren kaputt. Ich meine  D A S  Knäckebrot geht beim Schmieren kaputt. 
25. Nachdem ich Angst habe, dass gleich jemand die Polizei ruft wegen des Geschreis einigen wir uns auf ein Knäckebrot aus einer neuen neuen Packung, ich schmiere es, ohne es zu zerbrechen, mit den richtigen Sachen in der richtigen Reihenfolge… und… der Bruder berührt es! 
…tja an manchen Tagen… 

Beim kleinen Bruder ist das ganze viel durchschaubarer… 25 Riesen-Minigründe für unter 1,5jährige um richtig, richtig, richtig wütend zu werden:

1-12 Er darf nicht …
(hier bitte eine beliebige Tätigkeit einsetzen, deren Ausführung mit schweren Verletzungen oder tödlich endet…, beispielhaft: Aus dem Fenster springen, mit dem scharfen Messer durch die Wohnung laufen, mit dem Schraubendreher „die Steckdose reparieren“…) 
14-24 Er kann nicht … 
(hier beliebige Tätigkeit einsetzen, deren Ausführung mehr körperliche Kraft oder Fähigkeiten erfordern, als ein Kind unter 2 besitzt…, beispielhaft: Den Schrank verschieben, hinter den ein Spielzeug gefallen ist, ein Feuerzeug anknipsen, das Laufrad des großen Bruders fahren…) 
25. Der wichtigste:
Keiner versteht ihn! Aber echt ey, er zeigt doch ganz deutlich da auf dieses äh Dings mit dem er äh dasda machen will, neneneeeee, nicht das da, da, DA! 

 

Ich möchte an dieser Stelle bei meinen beiden Kleinen mal so ganz herzlich um Entschuldigung bitten! Ich weiß, ihr habt mindestens genauso zu leiden wie ich und es kann manchmal echt frustrierend sein, wenn die Vorstellung im Kopf so weit von der Realität abweicht und einfach kein fähiger Erwachsener da ist, der einen versteht und die Dinge hinbiegt… Ich gelobe mich nach meinen Möglichkeiten zu bessern und auch weiterhin mein Bestes zu geben und wenn alles schiefläuft, Jungs, dann verspreche ich für Euch da zu sein und das ganze einfach mit Euch auszuhalten! ❤

….

Und wenn Ihr lesen wollt, wie auch andere Eltern im Alltag bei den einfachsten Tätigkeiten versagen, dann rate ich Euch zu den weiteren tollen Artikeln der Blogparade:

Halloliebewolke 

Simplylovelychaos

Lalukoleli

Krümel und Chaos

Kinderleute

nadinegluckymom

Impressions Of Life

Frieda Friedlich

Lalemie

Zwischen Windeln und Wahnsinn

Mom’s favorites and more

Deutsche Muslima ~ dotcom

Nur mal kurz gucken

Bejewly

Cancer is an Asshole

Lottes Motterleben

Mission Mom

Mama Juja

Mein Herz. Und so.

Dreaming Today

Frau H aus DA

Puddingklecks

… und bestimmt bald weitere 😉

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Ein Gedanke zu “Blogparade: Unsere „25 total guten Gründe für einen Trotzanfall“

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